Situationsbericht

  1. März 2020. Ich treffe in meiner Praxis Vorbereitungen für die alltäglichen Behandlungen. Bei den nun ankommenden Telefonanrufen handelt es sich oft um Absagen. Ich höre nur noch CORONA. Die Menschen haben Angst, sind panisch und irritiert, fühlen keinen Halt mehr unter den Füßen, weil die Medien unterschiedliche Meldungen und Berichte veröffentlichen und die Schlagzeilen verstörend wirken. Mund-Nasen-Maske (MNM), Handschuhe, Hände- und Flächendesinfektion sind ausreichend vorhanden, denn das gehört zum Standard einer Heilpraktikerpraxis. Mein zweiter Behandlungsraum fungiert als Schleuse, dort können sich die ankommenden Patienten ihre Hände waschen und desinfizieren und warten, bis die schon Behandelten gegangen sind. Kein Patient trifft mehr den anderen. Das kleine Schwätzchen untereinander fällt aus.

Mir fehlt der erste Händedruck zur Begrüßung an der Türe, ein wichtiger Teil der Anamnese. Die Informationen über die Befindlichkeit wie z.B. körperliche Spannung und Emotionen sind nun nicht mehr verfügbar.

Ein Fallbeispiel

Eine neue Patientin mit MNM sitzt mir gegenüber. Sie berichtet über ihre körperlichen Probleme. Ich muss einige Male nachfragen, da ich sie, bedingt durch die Maske, akustisch schlecht verstehe. Eine Mimik ist kaum zu erkennen und die Augen scheinen ausdruckslos. Nachdem die Sessel, gemäß dem Mindestabstand, auseinandergerückt und die Masken abgenommen sind, scheint es, als ob ein „Eiserner Vorhang“ fallen würde. Wir lachen uns erst einmal an. Jetzt sitzt eine ganz andere Frau vor mir. Durch meine Maske fühlte sie sich gehemmt, konnte wesentlich schlechter ein Vertrauen zu mir aufbauen.

Der Alltag in meiner Praxis

In den letzten Monaten habe ich in viele ängstliche Augen gesehen. Kein Patient, kein Körper reagierte auf meine bisherigen Behandlungen wie vor Corona. Jetzt sind die Verspannungen schlimmer, die Gelenkbeweglichkeit starrer, die Gespräche entweder depressiver oder aggressiver.

Die kontroversen Corona-Nachrichten haben sich tief eingegraben, sie verursachen weltweite Ängste, Paniken, Isolation und Erschöpfung. Es gilt nun Abstandhalten, keine Umarmungen mehr. Diese Situationen lösen Verspannungen am ganzen Körper aus, die sich in Form von Schmerzen, Starre und geistigen Lähmungen bemerkbar machen. Kälte von außen, Gefühlskälte und Angst schaden den Nieren, die Verursacher von Schmerzen in Lendenwirbelsäule sein können.

Mit meiner speziellen Behandlungsmethode mittels einer BIO – Antenne lösen sich die Verspannungen wie ein Grauschleier und die Physiognomie bekommt liebevolle Züge, hochgezogene Schultern senken sich, eingeschränkte Knie oder Schultergelenke lassen sich wieder bewegen.

Stimmige Psycho-kinesiologische Behandlungen oder Familienaufstellungen sind nur nach dem Ausleitungsverfahren möglich. Die weltweit geschürten Ängste legen sich auf uns und so tragen wir unter Umständen unbewusst die Probleme anderer Menschen körperlich und seelisch mit und Ängste vermögen Behandlungen in die Irre zu führen. Seit April habe ich in meiner Praxis mit Abstandhalten, Mund-Nasen-Schutz, Schleuse, viel frischer Luft, freiem Blick und ohne Händedruck genügend zu tun, um mit einem Lächeln, aufrechter Haltung und viel Herzenergie, die liebevollen Emotionen zu wecken, um das Immunsystem zu stärken.

Schlussbetrachtung

Eine Mutter hatte ihr 3 Monate altes Baby zur Behandlung mitgebracht, das mit angespannter Mine die Mutter und mich beobachtete, während ich die Mutter mit der Reflexzonentherapie am Fuß behandelte. Säuglinge lesen aus unserer Mimik und den Augen. Ich stellte mich mit meiner Maske vor das Kind, fühlte meine Herzenergie, Wärme, Geborgenheit, Zärtlichkeit, die ich über die HeartMath® Therapie kennengelernt habe, und schickte sie durch meine Augen in die Augen des kleinen Kindes, das sofort anfing zu strahlen. Aus dem lachenden Mund kam ein Gebrabbel und ein Gegluckse. Das Kind wedelte vor Vergnügen mit seinen Armen und Beinen. Der Geist des Herzens zeigt sich über die Augen. Kinder schauen in die Augen, sind sie ausdruckslos fühlen sie sich alleingelassen, sind sie voller Freude fühlen sie sich angenommen. Geht es uns Erwachsenen nicht ebenso? Gerade jetzt brauchen wir die Energie des Herzens mehr denn je. Sie ist erlernbar.