Gedankenbilder
Mein Weg 46. Teil
Gedankenbilder prägen
Selbstheilung
Eigenverantwortlich
Wenn wir immer wieder die gleichen Bilder wiederholen, manifestieren sie sich in unserem Gehirn und in unserem Körper. Sie werden in unserem Kopf- und Körpergehirn archiviert. Bei jeder ähnlichen Gelegenheit triggern sie uns aus der Tiefe. So erleben wir neue Situationen im alten Kleid. Das Gehirn sammelt alle alten Erinnerungen und macht aus dem aktuellen Thema ein Drama aus der Erinnerung von gestern.
Deshalb sollten wir auf unsere Gedanken achten, vor allem auf diejenigen, die Bilder in uns erzeugen. Diese sind wiederum für unsere Gefühle zuständig. Ob wir von einem Unfall sprechen, den wir selbst erlebt haben, einen Unfall im Fernsehen sehen oder in uns bei einer mündlichen Erzählung einer anderen Person Bilder einstellen, ist unserem Gehirn egal. Es holt alle Erlebnisse, die wir je hatten, sahen oder hörten, wieder hervor. Wir sind entsetzt, dass in uns wegen einer Bagatelle solch starke Gefühle aufkochen.
Wenn ich zum Beispiel immer wieder erzähle, dass bei mir bestimmte Wirbel Einbrüche bekommen haben, dann sehe ich die MRT-Bilder vor mir, sehe die Trümmer und höre den Arzt, wie er mir die Diagnose schildert. Diese Bilder wiederholen sich in meinem Gehirn und ich habe Mühe, zu verhindern, dass sie sich manifestieren und archiviert werden. Mein Körpergedächtnis erlebt das auf gleiche Weise. Er fühlt sich krank und schwach.
Dementsprechend ist es wichtig, dass ich mir hinter dem geistigen Auge Bilder erzeuge, in denen ich meine Wirbel intakt sehe. Sie sind jugendlich, gut mit der Spongiosa durchwoben und überzogen. Sie fühlen sich freudig an und lassen sich als ganze Wirbelsäule in alle Richtungen bewegen. Durch sie fließt ungehindert die Kundalini.
Um die Wirksamkeit meiner Bilder und Gedanken zu erhöhen, versetze ich mich in einen Alphazustand. In diesem Zustand erreichen mich keine Ich-Gedanken, die mir innerhalb weniger Sekunden mehrere Lügengeschichten erfinden und mich an alte, destruktive Bilder binden. Im Gehirn kann man den Alphazustand als langsame Wellenlänge mit einer Frequenz von sieben bis vierzehn Hz ermitteln.
Eine Leserin wollte wissen, ob die Imagination hilft. Ich kann diese Frage mit Ja beantworten. Denn soweit wie ich bis hierhin gekommen bin, was den Gesundungsfortschritt betrifft, verdanke ich es meiner Vorstellungskraft und der Anbindung an etwas Größeres.
Selbstheilung bedeutet, dass kein Arzt, kein Heilpraktiker, kein Heiler und keine Therapeuten und auch keine Medikamente wirklich helfen können. Nur mein Körper mit all seinen konstruktiven Energien kann sich selbst helfen, selbst heilen. Ich kann ihn dabei unterstützen, indem ich meine Vorstellungskraft nutze und mein körperliches und geistiges Verhalten entsprechend ausrichte.
„Warum nimmst du die Chemo und die Antihormontablette, wenn du doch deine Vorstellungskraft so gut einsetzen kannst?“, wollte eine Freundin wissen. „Du kannst doch sonst so vieles.“
Meine Antwort lautet: „Weil ich mir selbst nicht zutraue, so intensiv zu fühlen. Die Ichs streuen Zweifel und Misstrauen, und ich kann sie nicht vollständig stoppen. Weil mir die Bilder der an Krebs und seinen Folgen verstorbenen Patientinnen noch im Gedächtnis haften und ich sie noch nicht verarbeitet habe. Weil ich von äußeren Umständen geprägt bin und noch nicht gelernt habe, mich gegen eine solch starke Macht durchzusetzen.
Diese Macht, die Krebs genannt wird, wurde über viele Jahrzehnte von Institutionen und danach von noch mehr Menschen aufgebaut und aufgebauscht. Dabei wurde immer mit viel Angstmacherei und ein bisschen Hoffnung gearbeitet. So wurde eine enorme Energie erzeugt, die buchstäblich durch Mark und Bein geht, über uns schwebt und uns einhüllt, wenn wir nicht aufpassen.
Eine solche Macht und wie sie aufgebaut wird, habe ich zum ersten Mal in der Pandemie kennengelernt. Diese Zeit war für mich durchdringend, schwächend und gleichzeitig lehrreich. Wie stark Manipulationen wirken können, wie sie lähmen und durch einen durchdringen, selbst wenn man sich wehrt, ist enorm. Sich zu wehren bedeutet Kampf, bedeutet Krieg. Diese intensive Haltung haben wir gelernt, sie wurde uns beigebracht, und wir haben sie verinnerlicht. Wenn wir sie ausüben, werden wir gelobt.
Erst während der Pandemie habe ich zufällig festgestellt, dass ich nicht aktiv gegen die Pandemie, die Viren oder die Corona-Impfungen vorgegangen bin, sondern meine Sichtweise und Therapien auf das Wohl des Körpers ausgerichtet habe. Das hatte eine sehr positive Auswirkung auf meine Patientinnen und Patienten.
Allerdings habe ich dabei mich selbst völlig vergessen.
Auch wenn ich dachte, dass mich die Manipulationen verschiedener Institutionen und Medien nichts anhaben konnten, so muss ich zugeben, dass sie mich tief getroffen haben. Sie wurden nicht nur in Form von Parolen, sondern auch durch Bilder und Filme in den Medien stündlich eindringlich wiederholt. Wiederholungen prägen.
Wie überheblich war ich, zu glauben, dass ich stark genug war, um diese große Macht von mir fernzuhalten, sie zu ignorieren. Ich wurde intensiv durchdrungen, was eine Kollegin bei einer kinesiologischen Blindtestung herausfand.
Ich hatte mich nicht impfen lassen, aber mein Körper ging mit den Corona-Impfstoffen dennoch in Resonanz, als sei ich geimpft. Da braucht es noch sehr viel Pandemie-Aufarbeitung bei mir und uns allen, die sehr wichtig für unsere Zukunft und die unserer Nachfahren ist. Ich habe unterschätzt, wie viele Facetten eine Pandemiezeit hat, und sowohl ich als auch wir alle sollten sie nicht wegschieben und ignorieren.
Wieso tauchen immer wieder diese alten, uns schwächenden Bilder auf? Weil wir unseren alten Sumpf kennen und uns in ihm suhlen. Weil wir passiv sind. Weil wir Opfer sein wollen, die von anderen bedauert und umsorgt werden. Wir sehnen uns zurück in den Mutterleib, wo wir versorgt wurden. Weil wir Angst vor Veränderung haben. Angst, eigenständig zu handeln. Angst, die Folgen zu tragen und neue Lösungen zu finden. Wie oft habe ich gerade von Patientinnen mit der Diagnose Krebs sagen hören: „Ich würde so gerne mal bei Ihnen eine Familienaufstellung machen lassen. Aber ich habe Angst, was dabei zum Vorschein kommt.“
Auf meine Nachfragen hin haben mir die Patientinnen keine konkreten Bilder geschildert. Ich sah lediglich die Angst in ihrer Haltung und in ihren Augen. Es war die Angst vor Verantwortung und Selbstständigkeit, wenn sich etwas zum Guten ändern würde. Eventuell hätte die Aufstellung zur Folge, dass die Schuld nicht mehr auf die Eltern oder Ahnen geschoben werden kann.
Dies wurde letztendlich bejaht. Den Patientinnen fehlten positive Bilder und Gefühle. Diese Bilder sollten so gewählt werden, dass sie bereits jetzt im Hier und Jetzt Erleichterung und Freude über die Lösung vermitteln.
Ich werde jetzt wohl nicht mehr meine Mutter zur Rechenschaft ziehen. Ich bin inzwischen selbst erwachsen und frage mich: Wo habe ich diese Szenen von früher tief in mir gespeichert? Nur das zählt noch. Welche alten Bilder kommen immer noch hoch? Welche Szenen aus meiner Kindheit spielen sich in meinem Kopf ab? Welche spiele ich haargenau nach, wie ich meine, mich zu erinnern, wie die Schauplätze und Reibereien damals gewesen seien? Welche Energien habe ich über meine Eltern, die den Zweiten Weltkrieg erlebt haben, mitbekommen? Und die mich in der Pandemie, wenn auch unmerklich, getriggert haben?

Ich möchte den Menschen dort abholen, wo er steht, ihn ein Stück begleiten, damit er selbstständig weitergehen kann.