Praxis wieder eröffnen

Mein Weg 34. Teil

Ein gutes neues Jahr

Die Ursache finden

Fragen und Antworten

Zunächst wünsche ich allen ein wunderschönes, gesundes, freudiges und interessantes Jahr 2026 mit vielen neuen Begegnungen. Lasst Altes los, das euch belastet, und behaltet, was euch Freude macht und weiterbringt. Innehalten, wenn es zu hektisch wird, und dem Körper zuhören, auch wenn er sich nur leise meldet. Ich wünsche Ihnen/Euch, öfter dem Herzen die Chance zu geben, sich zu melden, und ihm zuzuhören.

Ihre/eure Ulrike Johanna Fischer-Heiß

Nun zur Praxiseröffnung:

Frage: „Wann werden Sie Ihre Praxis wieder eröffnen?“

Antwort: „Ab Januar 2026 möchte ich meine Lebensberatungen wieder aufnehmen. Physiotherapie und Massagen sind nicht mehr möglich, da ich keinen Praxisraum mehr habe. Die Umstände meiner eingeschränkten körperlichen „Fitness“ haben es bedingt, dass ich nun privat in den Räumen wohne.

Frage: „Warum mieten Sie keine Räume an?“

Antwort: „Die Kosten für Miete, Nebenkosten, Steuerberater, Finanzamt, Versicherungen und viele Pflichtfortbildungen würden weit mehr Kosten verursachen, als ich je netto verdienen würde.“

Frage: „Wie läuft dann so eine Beratung ab?“

Antwort: „Sie fragen per E-Mail oder Telefon nach einem Termin. Sie rufen mich zu unserem ausgemachten Termin an und erzählen mir Ihr Anliegen oder Problem. Unser Gespräch wird ganz individuell verlaufen. Da gibt es keinen, von mir, vorgegebenen Plan. “

Frage: „Wieso per Telefon und nicht per Zoom? Denn dann könnten wir uns sehen.“

Antwort: „Zoom hatte ich vor Jahren schon ausprobiert. Die Klientin und ich saßen jeweils vor unserem Computer und konnten uns zwar sehen, aber das Gespräch verlief sehr steif. Wir unterhielten uns von Verstand zu Verstand und kamen nicht wirklich in die Tiefe. Ich kenne sehr viele Coaches und Speaker, die gute Ideen vermitteln. Diese treffen allerdings auf fast jeden Menschen zu und kratzen eher an der Oberfläche. Das ist nicht der Sinn meiner Beratungen. Denn ich habe vor Jahrzehnten festgestellt, dass ich tiefer und schneller auf den Punkt und an die Ursache komme, wenn ich mich hineinfühle. Um das zu können, brauche ich körperliche und geistige Freiheit und Beweglichkeit.“

Frage: „Was ist bei Ihnen anders als bei anderen?“

Antwort: „Das kann ich nicht befriedigend beantworten, da ich andere Therapeutinnen und Berater weltweit nicht kenne. Ich kann jedoch von mir sagen, dass ich meine verschiedenen Therapieformen und Methoden über Jahre hinweg gesammelt und wie ein Puzzle zusammengefügt habe. Hat eine Therapieform nicht hineingepasst, habe ich die entsprechenden Fortbildungen vermieden. Mein Manko ist, dass ich gerne allem auf den Grund gehen möchte. Ich möchte nicht nur an der Oberfläche kratzen. Ich denke, dass beides hilfreich ist, wenn es zu den jeweiligen KlientInnen und deren Belangen passt. Wenn meine Freundin ihre Kundinnen und Kunden an mich vermittelt hat, dann hat sie immer warnend hinzugefügt: „Aber Achtung, nicht erschrecken, meine Freundin kommt auf den Punkt.“

Ich kann mich und meine Behandlungsansätze nicht künstlich aufbauschen und mich damit hervortun, wenn ich nichts über den Ursprung weiß. Eine Patientin meinte, die das machen, seien alles Luftpumpen, die sich gekonnt in Szene setzen. Diese Beraterinnen und Berater haben großen Zulauf. Da halte ich mich gerne bedeckt und ziehe mich zurück.

Vor einigen Jahren traf ich auf einem Parkplatz eine frühere Patientin. Ich begrüßte sie von weitem, doch sie kam näher. Als sie vor mir stand, fragte sie mich, ob ich wissen wollte, warum sie nicht mehr in meine Praxis gekommen sei. Ich tat interessiert. Vorwurfsvoll äußerte sie, dass sie nicht mehr gekommen sei, weil sie bei mir hätte gesund werden müssen. Das erschütterte mein Bild von meiner Arbeit. Ich war immer der Meinung, dass es meine Aufgabe als Krankengymnastin sei, anderen Menschen zu helfen und ihre Selbstheilungskräfte zu wecken. So kanns auch gehen.

Frage: „Können Sie mir eine Therapeutin nennen, die so arbeitet wie Sie?“

Antwort: „Nein, manchmal habe ich Patientinnen und Patienten von mir zu Kolleginnen geschickt, die dann sehr enttäuscht waren. Jede Therapeutin, jeder Therapeut hat ihre/seine eigenen Auffassungen von den Behandlungsformen. Sie haben andere Ansätze und Ansichten und sind neuzeitlich instruiert. Sie hatten gar nicht die Möglichkeit, die alten Lehrer und Lehren kennenzulernen. Viele haben das Geld nicht, um die teuren Fortbildungen zu besuchen, geschweige denn, ihren ganzen Jahresurlaub für die Weiterbildungen zu opfern. Insgesamt habe ich in meinem Leben drei Mal 365 Tage an Fortbildungen teilgenommen, ohne meine Ausbildung dazuzurechnen.

Ich habe mehr als 250.000 € dafür bezahlt. Anschließend habe ich viele Stunden damit verbracht, das Gelernte noch einmal aufzuschreiben und auszuprobieren, um herauszufinden, ob es tatsächlich etwas taugt und zu meinem Puzzle passt. Mein Beruf war und ist meine Berufung und mein Hobby zugleich. Ich habe ihn deshalb mit Genuss und Akribie verfolgt, weil ich neugierig bin und hinter unsere Lebenskulissen schauen möchte. Das kann man nicht von anderen Menschen verlangen, obwohl es bestimmt auch einige gibt, die sich auf ihre Art hineinknien.

Frage: „Dann hatten Sie ja wenig Freizeit.“

Antwort: „Meine Freizeit bestand nicht daraus, zu überlegen, wo ich meinen nächsten Urlaub verbringen will. Sondern: Wo kann ich erfahren, was mir in meinen Behandlungen fehlt? Denn es kamen ständig Patientinnen und Patienten mit neuen Problemen. Ich stieß mit meinem Wissen an Grenzen. Irgendwie stören mich Grenzen. Zunächst lernte ich unseren Körper und seine Funktionen kennen. Das war ein so großes und reichhaltiges Feld. Meine Ausflüge in dieses Gebiet bestanden darin, Zusammenhänge zu ergründen. Später erkannte ich, dass ganz andere Ebenen mitspielen, die unser Ungleichgewicht ausmachen. Dabei war Dr. Dietrich Klinghardts Fünf-Ebenen-Theorie sehr hilfreich. Die unterste, körperliche Ebene reicht nur wenig nach oben in Richtung elektromagnetische, mentale und Seelenebene. Umgekehrt rieselt, was auf den höheren, feinstofflichen Ebenen erlöst wird, in die unteren Ebenen hinein.

Bei einem Beinbruch wird natürlich nicht erst auf feinstofflicher Ebene therapiert, sondern der Bruch wird auf der körperlichen Ebene gerichtet. Zusätzlich kann aber auf den oberen Ebenen so behandelt werden, dass der Bruch schneller oder besser heilt.

Was die Freizeit betrifft, die viele mit Freizeitstress oder Nichtstun, Lesen, Fortbildungen oder Ähnlichem verbringen, hatte ich sie für mich selbst wenig genutzt, aber für meine Kinder hatte ich Zeit und im Grunde war die Gartenarbeit ein guter Freizeitsport. Wie ich alles in Einklang brachte, entzieht sich meinem heutigen Wissen oder meiner Erinnerung. Das war einmal und es war schön.