Medikamente passen

Mein Weg 39. Teil

Anziehungskraft

Wellenlänge Gedanke – Medikament

Stress lass nach

Eine Bekannte von mir, die damals Mitte siebzig war, meinte immer wieder: „Ich will nur so alt werden, wie meine Mutter alt geworden ist, und dann sterben.” Ich entgegnete ihr, dass sie das dem Universum überlassen sollte. Sie ließ sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Weitere Jahre vergingen und ich hatte ihre Idee vergessen.

Meine Bekannte war Ende siebzig, ging wie immer zur gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung und kam mit der Nachricht zurück, dass alles in Ordnung sei. Ein Vierteljahr später hatte sie Beschwerden beim Wasserlassen, ging erneut zum Gynäkologen und der fand sehr verwundert einen fortgeschrittenen, aggressiven Tumor an der Blase. Meine Bekannte bekam sofort in der Klinik das volle Programm: Bestrahlung, Chemotherapie und Operationen. Sie litt schwer unter den Nebenwirkungen, baute körperlich und seelisch in kurzer Zeit enorm ab und starb im Alter ihrer Mutter. Sie erhielt die Dosis an Medikamenten und Behandlungen, die zu ihrem Wunsch passten. Von allem etwas mehr, als ich es von meinen Patientinnen in der Praxis kannte.

Das stelle ich jetzt bei mir fest. Nein, ich habe keinen konkreten Sterbeplan, meinte ich, bis ich meine geheimen Gedanken ertappte. Ich wollte bis achtzig arbeiten und mit achtundachtzig sterben, in dem Alter, in dem mein Vater starb. Doch meine jetzige Situation passt nicht dazu, denn ich hätte noch neunzehn Jahre Zeit.

Auffällig ist jedoch, dass die Nebenwirkungen meiner Medikamente genau zu meinem bisherigen Leben passen. Vor allem zu den letzten Jahren, in denen meine Tumore explodierten. In der Pandemiezeit wusste ich, dass ich Knoten in meiner Brust hatte. Sie hatten sich nach einem eigentlich unbedeutenden Unfall gebildet. Ich stolperte auf einer normalen Treppe, konnte mich noch am Geländer mit beiden Händen festhalten, brach mir jedoch das linke Wadenbein und riss alle Bänder. Ich wurde gut versorgt und war schmerzfrei, wie man mir stolz erklärte. Das hieß, sehr viele Schmerzmittel einzunehmen. Als ich fünf Tage später zu Hause war und mich im Spiegel betrachtete, sah ich, dass meine rechte Brust komplett schwarz war. Ein Bluterguss, der nicht stärker hätte sein können. Das hatte vor lauter „Schmerzfreiheit“ keiner bemerkt. Ich massierte den Bluterguss liebevoll, doch er verkapselte sich und wurde von außen unsichtbar. Seitdem habe ich einen Knoten in der Brust, der mit den Jahren etwas größer geworden ist.

In der Pandemiezeit explodierte auf einmal alles. Ich habe bis zum Zerreißen versucht, den panischen Menschen zu helfen, die ständig vor dem Fernseher saßen und sich alle Viertelstunde Lügen, Betrug und Manipulationen einverleibten. Wenn ich manche Nachrichten als Lüge entlarvte, wurde ich sofort angefeindet. Heute weiß man: Es war genau so, wie ich es damals erkannte. Dann habe ich aufgehört, bei vielen Patienten den gesunden Menschenverstand einschalten zu wollen. Die Panik blockierte alles. Diese Unterdrückung der Wahrheit empfand mein Körper als enormen Stress. Zusätzlich versuchte ich zu helfen und musste viele bisherige Therapieformen umwandeln, was wiederum ein Vermeiden von Tatsachen war. Auch das verursachte Stress. Ein Jahr später kamen die Impfungen, die mich und meine feinstofflichen Therapieformen komplett blockierten. Die Ohnmacht, all das, was ich in Jahrzehnten erlernt und zusammengetragen hatte und was vor der Corona-Impfung vielen Menschen sehr geholfen hatte, war zunichte gemacht. In „Wandeltreue” habe ich die Veränderungen meiner Patienten und mir beschrieben, aber auch, wie ich wieder einen Weg fand, uns zu helfen.

Das hieß: Stress bis zum Zerreißen, Adrenalinverbrauch bis zum Anschlag. Wie ich heute weiß, war das ein Moment, in dem der Körper durch chemische und hormonelle Prozesse übersäuert war und sich nur noch mit Krebszellen helfen konnte, die die Säure eliminieren oder in sich aufnehmen. (Siehe Kapitel 9). Ich spürte, wie sich in meiner linken Brust etwas tat. Ein Lymphknoten unter der Achsel fing nachts an zu brennen und beim Schreiben des Buchs konnte ich an der linken Halsseite einen Knoten fühlen, der fast täglich wuchs. Das wiederum passierte nach der Geschichte mit dem Brustknoten einer Patientin, der im gleichen Moment verschwand, als ich eine tödliche Energie entdeckte und sie davon erlöste. Danach bekam ich Albträume, die so real waren, dass sie mir drohten. Das will ich nicht weiter vertiefen, weil ich tatsächlich auch vier Jahre später noch immer Todesangst spüre. In Wandeltreue ausführlich nachzulesen.

Meine Medikamente sind genau nach diesen Kriterien abgestimmt. Mit ihren Nebenwirkungen belasten sie meinen Körper so, wie ich es in der Pandemie spürte. Sie lassen mich nicht schlafen, so wie ich vor lauter Fürsorge für meine Patienten damals auch nicht schlief. So wird mein Körper wieder in die Pandemiezeit zurückversetzt und in einige andere Begebenheiten, als sich psychopathische, materiell gutgestellte Menschen übelst in meine Arbeitswelt und meine Privatsphäre eingemischt haben.

Es scheinen sich große Institutionen und leider auch einige (un)-wissende ÄrztInnen genau auf solche Stresssituationen eingestellt zu haben, um ihre Patientinnen auf dem Level der Patientenbindung zu halten. Ausgenommen, einige Ärztinnen, die mich liebevoll betreuen und in meiner andersartigkeit verstehen. Danke!

Eine Bekannte erzählte mir, dass sie bei einem Kardiologen war und eine reine Vorsorgeuntersuchung durchführen ließ. Es sei zwar kein eklatanter Befund, aber in ihrem Alter (Anfang siebzig) wäre es gut, ein Herzmittel zu nehmen, denn der Blutdruck sei ja auch etwas hoch. (140 zu 88 statt 120 zu 80). Das Thema Blutdruck ist auf jeden Fall einen Artikel wert.

Der Arzt verschrieb ihr Betablocker, ein Blutverdünnungsmittel und einen Cholesterinsenker, ohne ihr Cholesterin zu untersuchen. Meiner Bekannten ging es mit den Medikamenten sehr schlecht. Sie war ständig müde, morgens wollte sie nicht mehr aus dem Bett, ihr war schwindelig und übel. Sie ließ die Medikamente weg und es ging ihr wieder gut. Als sie das ihrem Hausarzt erzählte, reagierte er so: Wenn sie die Medikamente nicht nehmen wolle, dann könne er nichts für sie tun und sie bräuchte nicht wieder in seine Praxis kommen.

Die Medikamente haben mit ihr das gemacht, wie sie sich ihrem Körper gegenüber verhalten hat. Sie hat ihn überhört, war überfordert vom Wandern und dem perfekten Alltag. Und dann musste sie auch noch dies und jenes tun. Die Medikamente haben sie schläfrig gemacht. Das hätte ihren Körper vor Überforderung schützen können. Gleichzeitig haben sie aber den gleichen Stress bewirkt, den sie sich selbst gemacht hatte. Sie musste zugeben, dass sie öfter müde gewesen war.

Nun hat mich eine Freundin angerufen, die mit der Pflege ihrer Mutter weit überfordert ist, aber trotzdem ihren Haushalt und Garten genauso gepflegt halten will wie vor der intensiven Umsorge für ihre Mutter. Beim Berggehen hatte sie in letzter Zeit etwas Schwierigkeiten mit dem Atmen und ließ sich vorsorglich beim Kardiologen untersuchen – schließlich wird sie nächstes Jahr achtzig. Die Herzkranzgefäße waren an manchen Stellen etwas enger, aber eigentlich altersgerecht. Trotzdem bekam sie die gleichen Mittel wie meine Bekannte, und das bei einem ganz anderen Kardiologen, der eine in Norddeutschland, der andere in Süddeutschland. Was beide Frauen gemeinsam haben: Sie sind weit überfordert, missachten ihren Körper und wollen die wirklichen Symptome nicht sehen. Genau das bekamen sie von ihren Ärzten in Medikamentenform.

Kann man den Ärzten und pharmazeutischen Firmen einen Vorwurf machen, wenn sie genau das bedienen, was wir aussenden? Dass sie unserem Körper auf ihre Weise schaden, so wie wir es auch tun?

Ich erinnere mich an eine Patientin, bei der ein körperliches Problem auf dem Röntgenbild sichtbar sein musste. Der Orthopäde hatte jedoch nichts gesehen. Wir machten damals eine Familienaufstellung und banden das körperliche Problem mit ein, das eine Person aus der Familie verkörperte. Es zeigte sich eine Lösung. Da das körperliche Problem tatsächlich mit einer Operation behoben werden sollte, bat ich die Patientin, noch einmal zum Orthopäden zu gehen. Dieser fertigte ein weiteres Röntgenbild an, verglich es mit dem ersten und konnte nun das Problem auf dem ersten Bild erkennen, was vor der Familienaufstellung nicht der Fall gewesen war.

Mir ist dieses Phänomen sehr oft begegnet, dass bildgebende Verfahren nicht interpretiert werden konnten, bis eine Blockade im Körper und Energiefeld gelöst wurde. Erst dann wurde das eigentliche Problem sichtbar.

Vielleicht war es bei meiner Bekannten auch so. Bei ihr war im November noch kein Anzeichen für einen Tumor an der Blase zu sehen, im März war er dann schon so weit fortgeschritten, dass sie daran sterben konnte.