Bewusstseinsfeld

Mein Weg 36. Teil

Morphisches Feld

Familiengeheimnisse

Expo 2000

Der Ausdruck „Bewusstseinsfeld“ ist im Grunde ein Synonym für das morphische oder morphogenetische Feld. Von diesem Konzept habe ich in Büchern des britischen Biologen Rupert Sheldrake erfahren. Ich wollte wissen, woher ich weiß, was ich spüre, wenn ich meine Art von Familienaufstellungen durchführe oder mich „hineinfühle“. Ich habe ja bereits darüber berichtet, dass ich als Zugezogene einige (klicken Sie hier) architektonische Details wusste, die selbst den Einheimischen hier nicht bekannt waren.

In diesem morphischen oder auch Quantenfeld sollen alle Informationen energetisch gespeichert sein. Das würde bedeuten, dass man sich auf eine bestimmte Wellenlänge einstimmt und so Zugang zu diesem Feld erhält. Wie soll ich sonst wissen, dass in einem Land, in dem ich noch nie war, ein Urgroßvater eines Klienten im Duell ums Leben kam? Dieses Geheimnis wurde bis heute gehütet und der Urenkel muss es tragen und sühnen.

Dieses „Muss” wirkt wie ein Sog im Familiensystem und versucht, auszugleichen. Alles braucht eine Art Waage, einen Ausgleich und eine universelle Gerechtigkeit, die nicht durch das Denken der Menschen gemacht wird. Solche Geschehnisse betreffen oft auch die Nachfahren von Personen, die sich im Krieg schuldig gemacht haben. Wir sprechen dann von der „bösen Jugend”, die für die Vergehen der Ahnen nichts kann.

Ein Großvater in Norddeutschland hat einen Jungen, der ihn bei den Arbeiten auf der Scheune genervt hat, geschupst, woraufhin der Junge durch ein Loch im Boden tödlich abgestürzt ist. Woher soll ich das wissen? Beim Hineinfühlen hat es sich jedoch gezeigt. Das wurde damals verschwiegen. Oder die Geschichte, dass nicht ein Fluch über einer Familie lag, sondern dass der katholische Pfarrer bei der Oma sehr gerne ein und aus ging. So war der Opa, den man kannte, nicht der echte Vorfahre meiner Klientin, was die Familienseele für alle Nachfahren veränderte.

Ich könnte noch viele solcher Geschichten erzählen. Es sind wahre Begebenheiten, die nach meinen Aufstellungen mit Beweisen ans Licht kamen. Leider sind viele meiner Aufstellungen nicht mehr nachweisbar. Ich habe gelernt, ihnen zu vertrauen. Wenn Geheimnisse aufgedeckt und ausgesprochen werden, haben sie keinen Einfluss mehr auf die Nachfahren. Diese können dann oft ein anderes, gelösteres Leben beginnen.

Eine Begebenheit war besonders: Ich wartete vor dem Kindergarten auf meine Tochter. Ich war etwas früh dran und genoss die Ruhe vor dem Sturm. Da stellte sich eine Frau neben mich, eine Oma, die ihre Enkelin abholen wollte. Wie es nun einmal so ist, wusste sie, dass ich Physiotherapeutin bin, und sprach mich wegen ihrer sehr verkrümmten Finger und Handgelenke an, die sie mir zeigte.

PCP ging mir durch den Kopf. Primär chronische Polyarthritis. Aber ich war nicht in meiner Praxis. Somit hatte mich das nicht anzugehen. Die Frau band mich jedoch in ihre Symptome ein, indem sie fragte: „Sie sind ja so eine Expertin, was das Vorleben betrifft, hat meine Nachbarin gesagt. Was meinen Sie denn, habe ich in meinem Vorleben verbrochen, dass ich solche wüsten Hände bekommen habe, die immer schlimmer werden und mit denen ich fast nichts mehr machen kann?“

Während sie ihre Finger, Hände und Unterarme etwas steif und ungelenk vor meinem Gesicht drehte, bekam ich plötzlich ein Bild:

Auf einem Holzpodest steht ein Henker. Er trägt eine Kapuze, die über den Kopf gezogen ist und oben spitz zuläuft. In der Kapuze befinden sich zwei Löcher für die Augen. In beiden Händen hält er einen dicken Holzstiel, an dem ein dickes, grobes und längliches Henkerbeil angebracht ist. Der Mann trägt ein kurzes Oberteil, sodass sein dicker, aufgetriebener Bauch deutlich zu sehen ist. Im Hintergrund kann ich eine Mauer erkennen. Sie könnte von einer Burg oder einer Stadtmauer mit Wehrgang stammen. Darauf steht ein Mönch mit brauner Kutte, die er mit einem Seil um den Bauch gebunden hat. Seine Kapuze hat er weit in sein Gesicht gezogen. Er schaut auf den Henker, neben dem eine Guillotine steht.

Ich hatte ja nichts zu verlieren und beantwortete lediglich die Frage der Frau, die mich entsetzt anstarrte. „So eine Impertinenz“, entrüstete sie sich. Zum Glück öffneten sich zwei Türflügel und eine Schar fröhlicher Kinder strömte heraus und auf die inzwischen erschienenen Mütter zu.

 

Das Millennium brach herein und mit ihm die Expo 2000. Dieses Mal wartete ich auf meinen Sohn am Kindergarten. Eine Frau kam schnellen Schrittes auf mich zu. Ich erkannte sie wieder. Sie war eigentlich auf dem Weg in die Stadt zum Einkaufen, sah mich, blieb stehen und sagte: „Sie!“, wedelte sie mit ihren krummen Fingern vor meinem Gesicht. „Sie, Sie, mit Ihnen habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen.“

Ich war mir keiner Schuld bewusst. Die Frau kramte in ihrer Einkaufstasche, langte nach ihrem länglichen Geldbeutel und zog umständlich ein Foto heraus. „Was haben Sie mir da angetan?“ Es stellte sich heraus, dass sie bei der Expo 2000 in Hannover gewesen war.

In einer Halle wurde angeboten, sich ein Foto machen zu lassen, das zeigte, was man im Vorleben war. Beim Warten hatte sie beobachtet, wie einige Menschen neugierig ihre Bilder betrachteten. Die einen waren freudig, die anderen überrascht oder interessiert.

 

Sie wedelte mit einem Bild vor meinem Gesicht herum und forderte mich gereizt auf, es mir genau anzusehen. Ich staunte nicht schlecht, denn darauf war haargenau das von mir Jahre vorher beschriebene Bild des Henkers zu sehen. Der hatte allerdings seine Maske hochgeschoben, sodass man das Gesicht der Frau erkennen konnte. Sie deutete auf den Mönch im Hintergrund. „Auch der ist sogar auf dem Bild zu sehen.“ Was sagen Sie jetzt dazu?“ Ganz ehrlich, mein Mund stand bestimmt offen und ich war tatsächlich sprachlos.

„Mit Ihnen will ich nichts mehr zu tun haben.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich die Frau.

Diese Begegnung beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Wie ist so etwas möglich? Warum passierte es mir? Wie kann ich das wissen? Inzwischen kann ich mir Einiges durch das morphische Feld und die Aussagen von Quantenphysikern erklären. Etwas in mir sagt ja dazu, aber mit dem Verstand ist so etwas nicht zu erfassen.

Ok. Lassen wir das so stehen. Aber wie erklärt sich das Bild? Einige Patientinnen, die sich ebenfalls in der Halle der Expo 2000 fotografieren ließen, berichteten, sie seien in einem früheren Leben Magd, Adlige, Gefangene oder Prinzessin gewesen. Keine von ihnen hatte mich vorher nach ihrem Vorleben gefragt, sodass ich bis heute keinen Vergleich habe.

Es gibt immer noch so vieles, das irgendwie im Raum steht und nicht in das menschliche Leben eingeordnet werden kann. Ich vermute stark, dass unser Verstand sehr klein ist und durch Ichs, die Lügen und Manipulationen vieler Menschen total verfälscht wurde. Wir können der großen Wahrheit wohl nur in einer anderen Bewusstseinsebene näherkommen.  Jetzt habe ich ja Zeit, um tiefer einzusteigen. Ulrike freut sich auf die Reise.